• 20. Oktober 2021 20:43

Mahnwache zur Verkehrswende

Jun 14, 2021
Musikalische Mahnwache

Rund 75 Menschen aus Neu Darchau haben am Samstag, den 05.06.2021 bei atem(be)raubendem Sommerwetter erneut ihre Ablehnung zu den Plänen für den Bau einer Elbbrücke gezeigt. Die „Musikalische Mahnwache“ war Teil des Verkehrswende-Aktionstags, an dem rund 85 Initiativen aus der gesamten Bunderepublik teilnahmen. Sicher nicht zufällig wurde dieses Datum gewählt, lag auf diesem Datum doch auch der „Welt-Umwelttag“.

Unterstützung erhielten die teilnehmenden Neu Darchauer Bürger*innen auch von Vertreter*innen der Lüchow-Dannenberger Kreispolitik:

Als Kandidatin für das Amt der nächsten Lüchow-Dannenberger Landrätin trat Dagmar Schulz auf. Ihre klare Position gegen den Bau der Brücke, aber für konstruktive Gespräche der beiden Lager, machte den Teilnehmer*innen Mut, aus der Verwaltung künftig mehr Unterstützung beim Erhalt ihres Heimatortes zu bekommen.

Im Bild: Dagmar Schulz, Kandidatin für das Amt der Landrätin in Lüchow-Dannenberg

Die sicherte auch Martin Donat zu, langjähriger Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Er verwies auf Marianne Fritzen und andere starke Frauen, die bei der Gründung der BI in den Siebzigerjahren in weiser Voraussicht nicht allein Gorleben in den Fokus rückten, sondern den Verein als „Bürgerinitiative Umweltschutz“ eintragen ließen. Seine Rede endete mit den Worten: „Wir stehen hinter Euch!“

Im Bild: Martin Donat, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Hans-Dieter Kirst-Thies von der veranstaltenden Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ verwies in seinem Redebeitrag auf eine Botschaft des UN-Generalsekretärs Antonio Gueterres an die Welt, der sehr eindeutig zu dem Schluss kommt: „Wenn wir auch nur noch ein paar Jahre so weitermachen wie bisher, werden wir ein Klima erleben, das ganze Erdteile unbewohnbar macht.“ Kirst-Thies‘ Folgerung: „Eine Elbbrücke können wir uns nicht nur finanziell nicht leisten!“

Im Bild: Hans-Dieter Kirst-Thies, Sprecher der Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“

Musikalisch wurde die Veranstaltung unterlegt mit mehreren Auftritten des wendländischen Duos MUUL OP. In ihrem ersten Auftritt nach der coronabedingten Pause präsentierten Kurt Herzog und Folli Jahnke alte und neue Lieder – und gingen dabei immer wieder auch auf die zerstörerische Wirkung des Baus einer Elbbrücke ein.

Im Bild: Folli Jahncke (links) und Kurt Herzog vom plattdeutschen Duo MUUL OP

BI-Mitglied Doris Krohn hatte gar eine Doppelrolle inne: Sie führte als Moderatorin kurzweilig durch die Veranstaltung, verband die unterschiedlichen Beiträge mit klugen Worten und trat zum Schluss selbst auf als Beate Fährmann der „Global Ferry as Bridge Corporation“ (GFBC). In satirischer Weise warb sie dabei für die Aufgabe der Bescheidenheit im Ausbau der Fährverbindung und deren touristischer Vermarktung.

Im Bild: Moderatorin Doris Krohn