Fährbinden statt Betonbrücken bauen

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Die Stärken der Region bewahren – Die Menschen fährbinden und damit nachhaltig in die Zukunft gehen – Damit es eine Zukunft gibt.

Die Wiedervereinigung Deutschlands hat uns das sogenannte „Grüne Band“ geschenkt, einen breiten Gürtel beiderseits der deutsch-deutschen Grenze von Nord bis Süddeutschland, mit wenig Industrialisierung und viel Natur. In unserer Region der niedersächsischen Elbtalaue wurde dieser grüne “Streifen”, der hier beiderseits der Elbe verläuft, als „Biosphärenreservat niedersächsische Elbtalaue“ unter Naturschutz gestellt.

Es handelt sich um einen dünn besiedelten Landstrich mit sehr wenig Industrie, einer reichhaltigen Flora und Fauna und einer hohen Lebensqualität für die Bevölkerung, haben wir doch beiderseits der Elbe neben viel Natur für ein ländliches Gebiet durchaus reichhaltige kulturelle Angebote.

Elbfähre Tanja Neu Darchau

Schon im November 1989 standen zur Elbquerung zwischen Niedersachsen und Mecklenburg eine Autofähre (in Bleckede) und ein Fahrgastschiff, das schon im April 1990 durch eine zweite Autofähre in der Region ersetzt wurde (in Neu Darchau) zur Verfügung. Da auch eine feste Elbquerung notwendig war, wurde in einer Rekordzeit von nur 17 Monaten die “Brücke der Einheit” bei Dömitz fertiggestellt.

Leider gibt es von einflussreichen Lokal- und Kreispolitiker*innen sowie Verwaltungsbeamten, Unternehmer*innen und Privatpersonen, insbesondere des Landkreises Lüneburg, weiterhin die Absicht, eine dritte Elbbrücke in unserer dünnbesiedelten Region zu bauen.

BI-Mitglieder nach Aufstellen eines Banners
BI-Mitglieder nach Aufstellen eines Banners

Wir von der Bürgerinitiative “Ja zur Fähre – Nein zur Brücke” aus Neu Darchau lehnen diese dritte, teure und umweltbelastende, Elbbrücke in unserer Region ab, weil sie nicht im öffentlichen Interesse ist.

  1. Eine verkehrspolitische Notwendigkeit für eine solche dritte Elbbrücke sehen weder der Bund noch die Länder Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern
  2. Die katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere das Biosphärenreservat Elbtalaue sind bei einer verzichtbaren Brücke nicht hinnehmbar.
  3. Die zu erwartenden negativen Folgen für die Gemeinde Neu Darchau wie Trassenführung durch den Ort Katemin, wirtschaftliche Schäden, Verlust an Lebens- und Wohnqualität und Beeinträchtigung der Gesundheit ebensowenig.
  4. Die Baukosten liegen zur Zeit (Anfang 2020) bei 67,4 Millionen und würden bei einer Realisierung sicher steigen. Der Landkreis Lüneburg als Bauträger kann die Kosten nicht allein tragen und sie nur zu Lasten anderer Kreise und Kommunen in Niedersachsen aufbringen.
  5. Die Unterhaltungskosten von ca. einer bis anderthalb Millionen Euro jährlich belasten den Kreishaushalt des Landkreises Lüneburg und überlasten den des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Er muss anteilig einen Teil dieser Kosten tragen.
  6. Und – wenn sie denn tatsächlich gebaut werden sollte – ist auch nicht zu verstehen, warum diese unnötige Brücke nicht vom rechtsseitig der Elbe gelegenen Teil des Lankreises Lüneburg mit dem linksseitig gelegenen Teil verbunden wird, sondern stattdessen mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg bei Neu Darchau.
BI Ja zur Fähre

Auf unseren Seiten finden Sie ausführliche Informationen zu den Hintergründen des geplanten Brückenbaus und für unsere Position dazu. Auch über aktuelle Entwicklungen und die Arbeit unserer Bürgerinitiative “Ja zur Fähre – Nein zur Brücke” halten wir Sie auf dem Laufenden