Einwohner*innen-Befragung

Jan 23, 2021
Simmzettel zur Befragung

Seit der Gemeinderatssitzung Neu Darchaus am 21.01.2021 steht jetzt der Termin für die schon länger angekündigte Befragung der Einwohner*innen Neu Darchaus zur vom Landkreis Lüneburg gewünschten Elbbrücke fest.

Zeit: Sonntag, den 18. April 2021, 8.00 bis 18.00 Uhr
Wahllokal: Göpelhaus
Neu Darchau

Tragen Sie diesen Termin schon einmal rot in Ihren Terminkalender ein, wenn Sie Einwohner*in von Neu Darchau sind. Geht es doch um den Erhalt unserer lebens- und liebenswerten Gemeinde, die durch den Bau dieser Brücke deutlichen Schaden an Wohn- und Lebensqualität (nicht nur im Ortsteil Katemin) sowie der soliden wirtschaftlichen Lage nähme.

Aufgerufen zu der Befragung sind knapp 1400 Einwohner*innen ab 14 Jahren. Abstimmungsberechtigt sind Personen mit Erst- und Zweitwohnsitz, die seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde Neu Darchau gemeldet sind. Die Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ begrüßt die Bürgerbefragung. Sie ist ein Mittel, denjenigen Gehör zu verschaffen, die durch die aktuelle Planung buchstäblich überfahren werden sollen.

Durchgangsstraße statt Ortsumgehung

Ortsumfahrungen werden typischerweise dort gebaut, wo Bürger die Forderung erheben, übermäßigen Verkehr aus dem Ort zu verbannen. Mit der aktuellen Planung der Elbbrücke hat der Landkreis Lüneburg diesen auch in Neu Darchau formulierten Wunsch zwar grundsätzlich anerkannt, denn schließlich sah die ursprüngliche Planung eine Trasse über die Hauptstraße des Ortes vor.

Nun im zweiten Anlauf zwar die Anwohner in Neu Darchau zu entlasten, dafür aber den Verkehr den Bewohnern des Ortsteils Katemin zuzumuten, ist ein allzu durchschaubares Ansinnen. Eine bloße Verschiebung der Trasse innerhalb der Ortschaft einfach als Ortsumfahrung zu bezeichnen, ist reiner Etikettenschwindel.

Dabei ist der Wunsch nach einer Elbbrücke rein politisch motiviert ist und wird auch nur im Landkreis Lüneburg geäußert – Lüchow-Dannenberg braucht die Brücke nicht! Große Teile der Unterhaltungskosten, den Verkehrslärm und die Verschandelung des Landschaftsbilds möchte Lüneburg dagegen den Nachbarn zuschieben und nimmt dafür skrupellos in Kauf, ein Dorf zu zerschneiden, Wohnhäuser abreißen zu müssen und einen enormen Schaden in einem höchst sensiblen Schutzgebiet anzurichten.